iOS 11.3: Abschaltung der CPU-Drosselung auf dem Prüfstand

Alfred Kah gefällt dieser Artikel

Mit dem im Betatest befindlichen Betriebssystemupdate iOS 11.3 führt Apple bekanntlich die Möglichkeit ein, die Drosselung des Prozessors bei alten Akkus zu deaktivieren. Der Hersteller implementierte dieses Features bereits vor einem Jahr, um eine plötzliche Sofortabschaltung bei Leistungsspitzen, die von einem ausgezehrten Energiespeicher möglicherweise nicht mehr abgefangen werden können, zu verhindern. Nun wurden erste Benchmarks auf Basis von iOS 11.3 veröffentlicht.

Das Fazit des Testers: Durch die Abschaltung der CPU-Drosselung sei die Leistung seines iPhone 6 wieder auf gewohntem Niveau. Die Single-Core-Punktzahl in Geekbench stieg von 1306 auf 1510, die Multi-Core-Wertung von 2247 auf 2621. Der Akku des Testgeräts hat noch eine Restkapazität von 75 Prozent.

Die Drosselung tritt offenbar in Kraft, wenn die Kapazität des Akkus auf unter 80 Prozent sinkt. Ein iPhone lässt sich auch dann noch problemlos weiternutzen, aber auf älteren Geräten (bis einschließlich iPhone 7) kann es bei weiterer Alterung des Akkus zur Problematik der Sofortabschaltung kommen, sofern die CPU-Drosselung nicht aktiviert ist.

Die neue Funktion ist ab iOS 11.3 in den Einstellungen unter Batterie => Batteriezustand zu finden. Dort wird die verfügbare Restkapazität in Prozent angezeigt und über die Leistungsverwaltung informiert. Wurde infolge eines schwachen, ausgezehrten Akkus die Prozessordrosselung eingeschaltet, erscheint folgender Hinweistext:

„Dieses iPhone wurde plötzlich heruntergefahren, weil die Batterie nicht die erforderliche Höchstleistung erbringen konnte. Das Batterieleistungsmanagement wurde angepasst, um das in Zukunft zu vermeiden.“

Durch Antippen auf „Deaktivieren“ kann die CPU-Drosselung abgeschaltet werden. Bei einem neuen Akku (der Tausch kostet außerhalb der Garantie bis Jahresende nur 29 statt 89 Euro) findet keine Drosselung statt.

 

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(Quelle: MacGadget)

 

Andreas Löschl
Andreas Löschl

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